Die Toleranz der Anderen

Oktober 12, 2009

Ich kannte ein fabelhaftes junges Mädchen, dessen Gesicht in seiner Perfektion auf magische Weise nicht mal von mehreren Nasenhaaren getrübt werden konnte, die sich schwungvoll aus ihren großen Nasenlöchern wanden, aus denen sie zudem Unmengen von Zigarettenrauch stoßen konnte und manchmal, wenn der Wind auffrischte hörte ich die Guten leise rascheln. Einmal sprach ich sie darauf an und sie war daraufhin verstimmt, frug ob ich sie ungepflegt fände. Sie war mir wichtig und es war mir nicht wichtig und so log ich, dabei hätten jene Nasenhaare Albrecht Dürer zu einem ganz hervorragenden Stich inspiriert. Nach dem Aufrauchen einer Tabakpackung gab sie sich gerne gesund und kochte Bio und Öko für ihre Bio und Öko WG. Es war Lasagne und ich half ihr und rührte munter mit dem nachhaltig angebauten langen Löffel. Hier ein Topf mit fleischhaltigem, dort der grüne. Ich übersah den anderen Löffel und ging mit meinem vom einen in den anderen Topf. Es war unser letzter gemeinsamer Tag.

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